Katastrophenschutzübung „BASALTIN“ - Explosionen im alten Betonwerk

Ein stillgelegtes Firmengelände bei Linz am Rhein erstrahlt im Licht von Explosionen und Scheinwerfern. Auslöser hierfür war die Großübung „BASALTIN“ für die 250 Einsatzkräfte am 21. Oktober alarmiert wurden.

Ein Randgebiet eines Unwettertiefs durchzog den nördlichen Bereich des Landkreises Neuwied, die Kameradin der Feuerwehren des Verbandsgemeinden Linz und Unkel befinden sich im Rahmen der überörtlichen Hilfe in Siegburg und Bonn im Einsatz. Der Grundschutz in den Verbandsgemeinden ist durch die restlichen Einheiten der Feuerwehr sichergestellt. So die Ausgangslage für die Übung aller Bergungsgruppen des THW Geschäftsführerbereichs (GfB) Koblenz.

Um kurz vor 11:00Uhr ereignet sich in einem Betonwerk in Linz eine Verpuffung, erste Notrufe gehen ein. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr Einheiten, welche den Grundschutz stellen wird schnell klar, dass es sich um eine größere Lage handelt. Zahlreiche vermisste Mitarbeiter des Betonwerks, ein Verkehrsunfall mit einem Linienbus und eine unbekannte Gefahren- Schadenslage stellen sich heraus. Kurzfristig wird das THW über den zuständigen Fachberater THW aus dem Ortsverband (OV) Neuwied angefordert. Die THW Geschäftsstelle (Gst) Koblenz wird eingebunden und entsendet kurzfristig den OV Neuwied mit seinem Zugtrupp als Führungskomponente und den Bergungsgruppen für die allgemeine technische Hilfe. Schnell wird klar, dass weitere Einheiten benötigt werden und die THW Gst Koblenz entscheidet kurzfristig, weitere Einheiten des Geschäftsführerbereichs zu entsenden. Die weiter eintreffenden Einheiten aus den Ortsverbänden Sinzig, Ahrweiler, Koblenz, Bendorf, Montabaur und Lahnstein werden im Bereitstellungsraum gesammelt und durch die aufgebaute Führungsstruktur in den Einsatzabschnitten eingesetzt.

Mehr als 15 Betroffene mussten von den Einheiten aus den verschiedensten Lagen gerettet werden. Verschüttet in Teilen von eingestürzten Gebäuden, abgeschnitten von Wegen oder behindert durch Zwangslagen - viele Aufgaben die die Einheiten bewältigen mussten, um den betroffenen zu helfen.

Zusätzlich zur Rettung der betroffenen Personen mussten auch technische Aufgaben bewältigt werden. Zugänge schaffen, Gebäudeteile abstützen oder Sicherungsarbeiten in den Gebäude - solche und ähnliche Aufgaben hielten die Einheiten zusätzlich auf Trapp. Im Einsatz war auch der Einsatzstellensicherungstrupp (ESS Trupp), um eine Bauwerksüberwachung durchzuführen. Die Höhenrettungsgruppe übernahm die Rettung von Betroffenen aus Höhen, welche nicht mehr durch die Bergungsgruppen des THW durchgeführt werden können.

In den Nachmittagsstunden wurden zusätzlich zwei Fachgruppen Beleuchtung zur Einsatzstelle nach Linz beordert, da ein Einsatzende erst in den Abendstunden absehbar war.

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Linz und der DRK SEG Einheit, welche auch in das Übungsgeschehen eingebunden wurden, wurde neben der fachlichen Zusammenarbeit auch die Leistungsfähigkeit der einzelnen Organisationen gefördert. Die Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen findet im täglichen Leben zwar statt, aber solche große Übungen bringen erst die wahre Leistungsfähigkeit der Organisationen hervor.

Die Übung erhielt durch realistisch spielende Übungsdarsteller und dem Einsatz von Pyrotechnik durch die Bundespolizei eine besondere Finesse und Realistik, wie sie normalerweise nur im Einsatz vorkommt.

Alle Aufgaben abgearbeitet und vielen Eindrücken reicher war die Übung gegen 20:00Uhr beendet und die Einheiten traten ihre Heimreise in die Heimat Ortsverbände an.

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